Das Säumer-Handwerk mit Zukunft?

    Technische Entwicklungen lassen Handwerke, die unsere Gesellschaft über Jahrhunderte prägten, vergessen und in den Hintergrund rücken. Nach wie vor bestreiten viele Leute mit Handwerken den Lebensunterhalt. Das Säumer-Handwerk gehört in vielen Gebirgsgegenden der Welt zum Alltag und ist meist die einzige Transportalternative. Also ein Handwerk, das schwierige Situationen meistern kann. Die Bedeutung von öffentlichen Auftritten mit dem Pferd, dem Train? und Säumerhandwerk, hat enorm zugenommen. Alles, was nicht periodisch seine Präsenz wahrnimmt, wird vergessen und verliert die notwendige Unterstützung durch die Gesellschaft. Stetige aktive Imagepflege für das Handwerk mit dem Pferd ist kein Wunschdenken, sondern eine der wichtigsten Aufgaben. Denn der Wertewandel und Veränderungsprozesse fordern uns heraus. Eine dramatische Veränderung innerhalb des Pferde? und Trainwesens ist in den letzten 20 Jahren eingetreten. Aus Mangel an Kenntnissen und rein betriebswirtschaftlichen Überlegungen werden dem Tragtier und dem Säumer die Grundlagen entzogen oder diese massiv behindert. Man ist auch bequem und träge geworden. Es ist an uns, die Vorzüge des Säumerwesens als Alternative im heutigen Angebot unter Beweis zu stellen. Man kann sich fragen, was das soll. Denn mit der Technik können wir alles bewältigen. Ja fast alles, jedoch hat dies auch seinen Preis. Mit Tragtieren können wir bei aussergewöhnlichen Situationen sofort kostengünstig reagieren und sind auf keine Strukturen angewiesen. Insbesondere versagt hier die Elektronik nicht in wichtigen Momenten beim Einsatz. Dies zeigte sich bei der Soforthilfe bei Katastrophen, im besonderen bei Erdbeben. Zu beachten gilt, dass auch im Jahr 2009 weltweit nicht einzelne, sondern grossflächige Gebirgsregionen das Überleben nur dank Tragtieren, dem Säumerhandwerk, sichern können. Bei uns ist die Säumerei ein Nischenprodukt geworden. Es erfährt wieder Auftrieb besonders im Tourismus und in der Alpwirtschaft. Nun belegt man wissenschaftlich, dass unsere Gebirgslandschaft ein unschätzbares Kapital darstellt. Dieses muss gepflegt und belebt werden. Der Ansatz eines natur- und kulturnahen Tourismus gewinnt an Bedeutung und ist eine zusätzliche Chance. Angebote sollen allen einen Nutzen bringen: den Gästen, den Einheimischen und der Natur! Dem entspricht auch das Projekt Sbrinz-Route, welches von Schweiz Tourismus bereits ausgezeichnet wurde. Die Auszeichnung steht für ein sorgfältiges und speziell naturnahes Angebot im Verbund mit Tourismus und Landwirtschaft. Erfreulich ist, dass Langsamkeit und die Entschleunigung in unseren beschleunigten Volkswirtschaften eine stark wachsende Nachfrage erfahren. Dies besonders bei der Stressbewältigung oder für die Gesundheitsvorsorge und -erhaltung. Die Regionen Sbrinz-Route eignen sich hervorragend, um Angebote ohne grosse Investitionen umzusetzen. Dies gilt auch für die Armee, wo der Train mit dem Säumerhandwerk viele gute Dienste kostengünstig für die Bevölkerung erfüllen kann.

    Die Chance für das Train- und Säumerhandwerk!
    Unsere Kernkompetenz ist gefragt, wir müssen uns nur engagieren.

    Wir brauchen die Hilfe und Ihr Engagement.
    Herzlichen Dank für jede Unterstützung!

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